UNIVERSITÄTEN, FACHHOCHSCHULEN, AUSSERUNIVERSITÄRE FORSCHUNGSINSTITUTE

Wissen ist die Ressource des 21. Jahrhunderts. Daher lässt sich der Staat die Qualifikation seiner jungen Generation einiges kosten: Bei den Ausgaben pro SchülerIn bzw. Studierendem über die gesamte Bildungskarriere hinweg liegt Österreich auf einem der vorderen Plätze in der OECD.

Derzeit gibt es in Österreich 22 öffentliche Universitäten (darunter sechs Kunstuniversitäten und drei technische Universitäten), 21 Fachhochschulen und 13 Privatuniversitäten – mit insgesamt rund 350.000 Studierenden (Stand 2013). Das Studienangebot an den österreichischen Hochschulen hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Rund 40.000 Studienabschlüsse zählte das tertiäre Bildungssystem zuletzt pro Jahr. Und der Staat lässt sich die Qualifikation seiner jungen Generation einiges kosten: Bei den Ausgaben pro SchülerIn bzw. StudentIn über die gesamte Bildungskarriere hinweg liegt Österreich auf Platz vier in der OECD. Österreich hat nicht nur ein breites Angebot an Studiengängen, sondern auch an Bildungseinrichtungen. Während die Universität Wien als älteste Einrichtung bereits 1365 gegründet wurde, ist die jüngste, das Institute of Science and Technology (IST Austria), erst seit 2009 aktiv. Österreichs Universitäten sind darüber hinaus auch eine wichtige Drehscheibe, um ausländische Talente anzulocken. So ist in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der ausländischen StudienanfängerInnen um 40 Prozent gestiegen. Dass diese
Talentefluktuation in beide Richtungen geht, dafür sorgt der Österreichische Austauschdienst (OeAD) als Drehscheibe für internationale Kooperation und Mobilität. Auch in der Forschung treiben die heimischen Hochschulen die Internationalisierung stark voran: Eine überdurchschnittlich hohe Beteiligung im EU-Forschungsrahmenprogramm, wie etwa der 5. Platz in der Erfolgsquote der prestigeträchtigen ERC-Grants, belegen dies eindrucksvoll. In einer Vielzahl an Themenbereichen gehören österreichische WissenschaftlerInnen zur Weltspitze, wie etwa in der Quantenphysik, in der Mathematik oder der Medizin, sowie in geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern.

AUSSERUNIVERSITÄRE FORSCHUNGSINSTITUTE:
VON DEN GRUNDLAGEN BIS ZUR ANGEWANDTEN FORSCHUNG

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften zählt mehr als 1.100 MitarbeiterInnen. Zu ihren Schwerpunkten zählen die Weltraumforschung, die biomedizinische Grundlagenforschung, aber auch historische, sozioökonomische und kulturwissenschaftliche Themen.
Das AIT Austrian Institute of Technology ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung und widmet sich Themen der Zukunft wie Energie, Mobilität, Sicherheit kritischer Infrastruktur, Gesundheit und Umwelt sowie Innovations- und Nachhaltigkeitsforschung.
Das Joanneum Research ist mit über 450 MitarbeiterInnen ebenfalls ein wichtiger Innovations- und Technologieanbieter mit der Ausrichtung auf angewandte Forschung in den Bereichen Materialforschung, Gesundheit, Informations- und Kommunikationstechnologien, Ressourcen, sowie Wirtschafts- und Innovationsforschung.
Zudem gibt es seit über 20 Jahren die Christian Doppler Gesellschaft (CDG), die Labors vor allem an Universitäten einrichtet. Unter der Leitung hochqualifizierter WissenschafterInnen arbeiten dort Forschungsgruppen in Kooperation mit Wirtschaftspartnern an Antworten auf unternehmerische Forschungsfragen. Im Netzwerk der Austrian Cooperative Research (ACR) haben sich knapp 20 gewerblich orientierte Forschungsinstitute zusammengeschlossen. Mit rund 600 MitarbeiterInnen haben sie im Jahr 2011 über 25.000 Aufträge abgewickelt

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