TRADITION UND MODERNE

Österreich ist ein Land, in dem Kultur einen besonderen Stellenwert und eine reiche Geschichte hat. Doch auch in der Wissenschaft gibt es eine bemerkenswerte Tradition.

Maria Theresia hinterließ der Nachwelt weit mehr als eine neue Kanzleiordnung für die Verwaltung. Sie begründete mit ihrem Sohn auch die „Wiener Medizinische Schule“, deren Erbe bis heute spürbar ist. Mit dem Bau des Allgemeinen Krankenhauses wurde nicht nur eine umfassende Gesundheitsversorgung etabliert, sondern auch die Medizin mit ihren Teildisziplinen auf eine neue wissenschaftliche Basis gestellt. Später arbeiteten hier Persönlichkeiten, wie der Begründer der modernen Hygiene, Ignaz Semmelweis oder einer der bedeutendsten Chirurgen, Theodor Billroth. Berühmte heimische Mediziner waren unter anderem der Entdecker der Blutgruppen, Karl Landsteiner, und der Begründer der modernen Orthopädie, Adolf Lorenz. Auch in anderen Bereichen stammen herausragende WissenschaftlerInnen aus Österreich, wie etwa der Vater der Psychoanalyse, Sigmund Freud, die beiden Nobelpreisträger Konrad Lorenz und Friedrich August Hayek, Lise Meitner, die den Grundstein zur Nutzung von Atomenergie legte, oder der Begründer der Quantenmechanik, Erwin Schrödinger – einige davon forschten nach 1938 jedoch außerhalb Österreichs. International erfolgreich wurden unter anderem auch der Begründer der modernen empirischen Sozialforschung, Paul F. Lazarsfeld und Hedy Lamarr, ohne deren störungssichere Funksteuerung heute wohl keine Mobiltelefone existieren würden. Heute sind es beispielsweise die Quantenphysiker Anton Zeilinger und Peter Zoller oder der Genetiker Josef Penninger, die mit ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen regelmäßig für weltweite Aufmerksamkeit sorgen.

FORSCHUNGSFINANZIERUNG / RAHMENBEDINGUNGEN

Ein ausdifferenziertes System der Forschungsförderung, Betreuung durch regionale Wirtschaftsagenturen und steuerliche Vorteile bilden einen hervorragenden Nährboden für forschungsaffine Unternehmen.

Innovative Unternehmen können in Österreich auf ein System an Unterstützung zurückgreifen, das auch international als Vorbild gilt. Die Förderquote für Forschungsprojekte von Unternehmen liegt im internationalen Spitzenfeld. Mit mehr als einem Drittel trägt die öffentliche Hand einen im internationalen Vergleich hohen Anteil an den gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Auch in der Grundlagenforschung und der tertiären Bildung trägt der Staat im internationalen Vergleich viel bei. So liegt der Finanzierungsanteil der öffentlichen Hand bei Universitäten mit rund 90 Prozent deutlich über dem EU-Durchschnitt.
Gerade in den letzten Jahren ist es gelungen, immer mehr Unternehmen für Forschung und Entwicklung zu begeistern – die innovative Basis in Österreich wächst weiter. Das ist auch eine Folge der guten Rahmenbedingungen für die wirtschaftsnahe Forschung in Österreich: Ein ausdifferenziertes System der Forschungsförderung, Betreuung durch regionale Wirtschaftsagenturen und auch steuerliche Vorteile, wie etwa die 2010 auf zehn Prozent erhöhte Forschungsprämie, bilden einen hervorragenden Nährboden und stellen einen wesentlichen Vorteil für den Standort Österreich dar.

ONE-STOP-SHOPS

Österreich unterstützt den gesamten Innovationsprozess von der Grundlagenforschung bis zur Unternehmensgründung. Dafür sind insbesondere drei Agenturen verantwortlich: Der Wissenschaftsfonds FWF stellte zuletzt knapp 200 Millionen Euro für Projekte aus der Grundlagenforschung zur Verfügung. Rund 3.500 ForscherInnen konnten damit finanziert werden. Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG unterstützt die wirtschaftsnahe Forschung in Österreich mit einem breiten Portfolio an Förderungen und Dienstleistungen. Über 400 Millionen Euro werden jährlich für anwendungsorientierte Projekte investiert. Das Angebot der FFG reicht von „Einsteiger“-Programmen bis zur Förderung großer Exzellenz- und Kompetenzzentren. Die austria wirtschaftsservice (aws) ist die Förderbank der Republik Österreich. Sie bietet zinsgünstige Kredite, Zuschüsse und Haftungen für Unternehmen. Zudem stellt sie Informationen und Know-how, Beratungs- und Dienstleistungen bereit.

LINKS

ABA – Austrian Business Agency

https://investinaustria.at/de/
Tel: +43-(0)1-588 58-0
office@aba.gv.at

ABA – Invest in Austria ist die erste Anlaufstelle für ausländische Unternehmen, die in Österreich eine eigene Gesellschaft gründen wollen. Sie steht im Eigentum der Österreichischen Republik und berichtet an das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.
Das Service von ABA –Invest in Austria ist kostenlos. Sie berät interessierte Unternehmen, die sich in Österreich niederlassen wollen bei allen standortrelevanten Fragen, informiert über den Wirtschaftsstandort Österreich und spricht aktiv potenzielle Investoren an. Das Team von „Location Austria“ bewirbt Österreich als Standort für internationale Filmproduktionen und berät bei der Auswahl von Drehorten: www.locationaustria.at

AWS – Austria Wirtschaftsservice

https://www.aws.at/
Tel: +43-(0)1- 501 75-100
24h-auskunft@awsg.at

Die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws) ist die Förderbank des Bundes. Durch die Vergabe von zinsengünstigen Krediten, Zuschüssen und Garantien werden Unternehmen bei der Umsetzung ihrer innovativen Projekte unterstützt, insbesondere dann, wenn die erforderlichen Mittel durch sonstige Finanzierungen nicht ausreichend aufgebracht werden können. Ergänzend werden spezifische Informations-, Beratungs-, Service- und Dienstleistungen für angehende, bestehende und expandierende Unternehmen angeboten.

BMBWF – Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung

https://www.bmbwf.gv.at/
Tel: +43-(0)1-531 20-0
buergerinnenservice@bmbwf.gv.at

Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung schafft die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Schulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen und vertritt auf internationaler Ebene die Interessen des Wissenschafts-, des Forschungs- und des Wirtschaftsstandorts Österreich. Ein Hauptziel ist die Unterstützung des Strukturwandels durch das Forcieren von Forschung, Technologie und Innovation.

BMDW – Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort

https://www.bmdw.gv.at
Tel: +43-(0)1-71100-0
service@bmdw.gv.at

Ziel des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort ist es, die positive Entwicklung des Wirtschaftsstandortes weiter voran zu treiben, die Chancen der Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft aktiv zu nutzen und Unternehmertum zu forcieren. 

Wirtschaftspolitik, Innovation und Technologie

Ein zentrales Ziel der Wirtschaftspolitik ist die Stärkung des Standorts Österreich. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovation weiter vorangetrieben werden. Ebenfalls ein Thema sind Angelegenheiten der Wettbewerbspolitik sowie des Binnenmarktes im Rahmen der Europäischen Union.

BMF – Bundesministerium für Finanzen

https://www.bmf.gv.at/
Tel: +43-(0)1-51433-0

Die zentralen Aufgaben des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) sind traditionell die Budget und Steuerpolitik sowie Fragen der Wirtschafts- und Strukturpolitik, des Zollwesens und der Informations- und Kommunikationstechnologie.

BMVIT – Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

https://www.bmvit.gv.at/
Tel: +43-(0) 1-711 62 65-0
servicebuero@bmvit.gv.at

Das BMVIT schafft den Rahmen für Österreichs Infrastruktur von der Schiene bis zur Straße, im Wasser und in der Luft bis hin zur Telekommunikation und Technologieentwicklung.

FFG – Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft

https://www.ffg.at/
Tel: +43-(0)5 7755-0
office@ffg.at

Das Ziel aller Aktivitäten der FFG ist die Stärkung des Forschungs- und Innovationsstandorts Österreich im globalen Wettbewerb und damit die nachhaltige Absicherung hochwertiger Arbeitsplätze und des Wohlstands in einem Land, das zu den wohlhabendsten der Welt zählt. Diese Zielorientierung der FFG reflektiert ihren gesetzlichen Auftrag: "Die Aufgabe der FFG ist die Förderung von Forschung, Technologie, Entwicklung und Innovation zum Nutzen Österreichs".

FHK – Österreichische Fachhochschulkonferenz

http://www.fhk.ac.at
Tel: +43-(0)1-890 6345-10
office@fhk.ac.at

Die Fachhochschul-Konferenz ist das Sprachrohr aller Fachhochschulen in Österreich und fördert die Kommunikation zwischen den Mitgliedern. Ihre Aufgaben bestehen in der Vertretung der Interessen ihrer Mitglieder auf nationaler und internationaler Ebene, der Ausarbeitung und Weiterentwicklung der Strategien für den gesamten Fachhochschul-Sektor sowie der Präsentation der Fachhochschulen in der Öffentlichkeit.

FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung

https://www.fwf.ac.at/
Tel: +43-(0)1-505 67-40
office@fwf.ac.at

Der Wissenschaftsfonds FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) ist Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung. Der FWF dient der Weiterentwicklung der Wissenschaften auf hohem internationalem Niveau. Er leistet einen Beitrag zur kulturellen Entwicklung, zum Ausbau der wissensbasierten Gesellschaft und damit zur Steigerung von Wertschöpfung und Wohlstand in Österreich.

UNIKO – Österreichische Universitätenkonferenz

https://uniko.ac.at/
Tel.: +43-(0)1-3105656-0
office@uniko.ac.at

Der Verein "Österreichische Universitätenkonferenz", dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt die Unterstützung der Aufgabenerfüllung der österreichischen Universitäten und damit die Förderung von Wissenschaft und Forschung. Die Österreichische Universitätenkonferenz dient der internen Koordination der 21 staatlichen österreichischen Universitäten, vertritt diese in nationalen wie internationalen Gremien und ist die Stimme der Universitäten in der Öffentlichkeit. Darüber hinaus stellt die Österreichische Universitätenkonferenz die administrative Basis für den Dachverband der Universitäten zur Verfügung.